Astrokartographie kostenlos online berechnen: Vergleich

Eine Astrokartographie-Karte kostet heute nichts mehr. Mehrere Anbieter berechnen die vierzig Planetenlinien kostenlos und online, direkt im Browser, ohne Software. Die Unterschiede liegen nicht im Preis, sondern darin, was die Karte zeigt, wie genau sie rechnet, was mit Ihren Geburtsdaten passiert – und ob Sie mit dem Ergebnis danach etwas anfangen können.

Was jeder kostenlose Rechner können muss

Die Mindestanforderung ist überall gleich: Geburtsdatum, Geburtszeit und Geburtsort eingeben, eine Weltkarte mit den Linien von Sonne, Mond und den acht Planeten erhalten. Das leisten alle ernstzunehmenden Gratis-Angebote. Der Rechenkern dahinter ist keine Geheimwissenschaft; die Formeln sind seit Jahrzehnten bekannt und in unserem Artikel Astrokartographie Linien berechnen nachzulesen. Wer hier Fehler macht, macht sie bei der Zeitzone, nicht bei der Astronomie.

Worin sich die Gratis-Rechner unterscheiden

Sechs Punkte trennen einen brauchbaren von einem beliebigen Rechner:

  1. Zeitzonen-Datenbank. Der Rechner muss die am Geburtstag gültige Zone und Sommerzeitregel kennen – auch für 1962 in Berlin oder 1985 in Buenos Aires. Ein Rechner, der Sie die Zeitzone selbst wählen lässt, verlagert die häufigste Fehlerquelle auf Sie.
  2. In mundo oder zodiakal. Rechner, die mit der echten Deklination arbeiten, zeichnen Mond-, Venus- und Pluto-Linien an anderer Stelle als Rechner, die die Planeten auf die Ekliptik projizieren. Beides ist verbreitet, die Abweichung bei Horizontlinien kann in Europa 100 bis 300 Kilometer betragen.
  3. Paranlinien. Die waagerechten Breitenbänder fehlen bei vielen einfachen Rechnern ganz. Wer sie sucht, findet sie meist nur in Programmen mit astrologischem Anspruch.
  4. Interaktive Karte. Ein starres Bild reicht, um die eigene Linie durch Frankreich zu sehen; um zu wissen, ob sie 40 oder 140 Kilometer von Lyon entfernt verläuft, braucht man Zoom und Entfernungsmessung.
  5. Deutung am Ort. Manche Rechner zeigen nur Linien, andere blenden beim Klick eine Erklärung ein. Für den Einstieg ist das der größte praktische Unterschied.
  6. Konto und Daten. Einige Angebote verlangen eine Registrierung, speichern Geburtsdaten dauerhaft oder nutzen sie für Newsletter. Geburtsdatum, Geburtszeit und Geburtsort sind zusammen ein sehr genaues persönliches Merkmal – die Frage, wo sie landen, ist keine Nebensache.

Unser Astrokartographie-Rechner rechnet ohne Konto, zeigt die Linien auf einer zoombaren Karte und erklärt jede Linie beim Antippen; die Grenzen des Rechners beschreibt der Artikel Astrokartographie-Rechner erklärt offen.

So prüfen Sie einen Rechner in zwei Minuten

Drei Tests, für die Sie keine Astrologiekenntnisse brauchen:

  • Der Sonnenaufgangs-Test. Geben Sie für Ihren Geburtsort ein Datum ein und als Geburtszeit die Sonnenaufgangszeit dieses Tages. Die Sonne-AC-Linie muss dann durch den Geburtsort laufen. Tut sie das nicht, stimmt die Zeitzone nicht.
  • Der Sommerzeit-Test. Rechnen Sie einmal mit dem 30. März und einmal mit dem 27. März 1988 in Deutschland (am 27. März begann die Sommerzeit). Die Karten müssen sich um deutlich mehr unterscheiden als drei Tage Planetenbewegung erklären – nämlich um fünfzehn Längengrade. Bleiben die Linien fast gleich, ignoriert der Rechner die Sommerzeit.
  • Der Vergleichstest. Berechnen Sie dieselbe Person in zwei Rechnern. Stimmen die Sonne-MC-Linien überein, die Mondlinien aber nicht, rechnet einer in mundo und einer zodiakal – beide „richtig“, aber nach verschiedenen Methoden.

Was kein kostenloser Rechner leisten kann

Ein Rechner liefert Geometrie. Er weiß nicht, ob Ihr Saturn im Geburtshoroskop stark oder belastet steht, ob Sie eine Venus-Linie für eine Beziehung oder für ein Kunststudium suchen, oder ob eine Linie in 250 Kilometern Entfernung für Ihre Frage überhaupt zählt. Diese Einordnung ist Deutung, und sie ist der eigentliche Wert der Astrokartographie. Drei Dinge muss deshalb jeder selbst mitbringen oder nachlesen:

  • Das Geburtshoroskop. Die Linie verstärkt, was der Planet für Sie persönlich bedeutet. Ein Überblick über alle Planeten steht in Astrokartographie Linien und ihre Bedeutung.
  • Die Frage. „Wo soll ich leben?“ verlangt andere Linien als „Wo mache ich Karriere?“ oder „Wo verbringe ich drei Wochen Urlaub?“.
  • Die Gewichtung. Entfernung, Linienkreuzungen und Parane entscheiden, ob ein Ort ein Thema hat oder drei. Eine Karte mit vierzig Linien ist erst dann lesbar, wenn man weiß, welche zehn davon für die eigene Frage zählen.

Die erste Karte lesen: fünf Minuten nach der Berechnung

Die meisten schließen den Rechner nach dreißig Sekunden wieder, weil vierzig Linien auf einer Weltkarte erst einmal nur Linien sind. Ein fester Ablauf hilft:

  1. Geburtsort suchen. Welche Linien laufen in der Nähe? Das erklärt, warum sich das Leben dort anfühlt, wie es sich anfühlt – und ist der beste Beweis dafür, ob die Methode für Sie etwas taugt.
  2. Den aktuellen Wohnort prüfen, falls er ein anderer ist. Wer nach einem Umzug beruflich aufgeblüht ist und dort eine Sonne- oder Jupiter-MC-Linie findet, hat den zweiten Beweis.
  3. Drei Wunschorte nachschlagen. Nicht das ganze Land, sondern die Stadt; eine Linie 400 Kilometer entfernt zählt nicht.
  4. Nur Sonne, Mond, Venus, Jupiter und Saturn lesen. Die fünf wichtigsten Planeten reichen für den Anfang. Merkur, Mars und die äußeren Planeten kommen später dazu.
  5. Notieren, was auffällt, und die Karte eine Woche liegen lassen. Die zweite Sitzung ist immer klüger als die erste.

Kostenlos im Browser oder als App?

Für den ersten Blick ist der Browser ideal: keine Installation, kein Konto, sofort ein Ergebnis. Eine App lohnt sich, wenn Sie die Karte öfter brauchen – auf Reisen, beim Vergleich mehrerer Städte oder mit gespeicherten Daten für Partner und Familie. Worauf es bei Apps ankommt, steht in Astrokartographie-App auswählen. Für die Entscheidung, ob Astrokartographie überhaupt etwas für Sie ist, reicht der kostenlose Rechner vollkommen – und die erste Karte ist meist die, die am längsten nachwirkt.

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